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d|ROM|a 21/09
ROMANI POLITIKA, KULTURA, TSCHIB

Frühling | Terno linaj 2009

EDITORIAL

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn ich, was zu meinen ständigen Aufgaben gehört, Nachrichten übersetze und von rundherum höre, wie Rassismus und Fremdenhass sich zu regen beginnen und wie öffentliche Stellen nicht darauf reagieren und sogar wegschauen, dann muss ich mich wundern. Nach den Vorfällen in Ungarn vermisse ich den Aufschrei der internationalen Organisationen ebenso wie deutliche Maßnahmen der nationalen Verantwortlichen. Natürlich, es gibt Solidarität auf vielen Ebenen, und einzelne Politiker wurden im konkreten Fall sofort aktiv, allen voran Viktória Mohácsi und Ernö Kallai. Und natürlich hat die ungarische Polizei ihre anfängliche Untätigkeit korrigiert. Aber vor allem: Natürlich geschieht das alles jenseits der Grenzen. Hier in Österreich gibt es so was nicht. Bei uns werden Minderheitenrechte nicht in Frage gestellt. Wecken keine Populisten die schlummernden Ressentiments, spielt niemand verantwortungslos mit der öffentlichen Meinung. Niemand will Ausländer rauswerfen oder stellt höchstgerichtliche Erkenntnisse in Frage. Bei uns werden auf dem Boden der Menschenrechte stehende gesetzliche Bestimmungen umgehend und vollständig eingehalten und umgesetzt, ganz ohne Frage, so, wie wir alle unsere Steuern umgehend und vollständig abliefern. Bei uns ist das alles ganz normal. Bei uns herrscht Ruhe. Warum wächst dann meine Sorge? Wieso frage ich mich, was es noch braucht, damit wieder Zustände wie in den 1920er Jahren herrschen?
Ein Freund, mit dem ich darüber diskutiert habe, hat mir ein Zitat von Cicero geschickt, das er irgendwo im Internet gefunden hat. Es geht so: "Die anständigen Bürger sind auf irgendeine Art träger, kümmern sich nicht um die Anfänge politischen Unheils und werden schließlich erst durch die Unausweichlichkeit selbst aufgerüttelt, so dass sie selbst manchmal durch ihr Zögern und durch ihre Trägheit, während sie sogar unter Verlust ihres Ansehens die Ruhe behalten wollen, beides verlieren." Liebe Leserinnen, liebe Leser, Sie können beruhigt sein. Ich will niemandem "was mitgeben". Ich frage mich halt nur.

Emmerich Gärtner-Horvath
für das Team von dROMa

Kedveschne genaschkiji taj genaschtscha,

te me, so use mri buti kerinel, neviptscha prik bescharav taj vidschik schunav, sar rasismus taj avrethemeskeri holi pe te micinel kesdinel, taj sar pradime thana ada esbe na len taj te bejg diken, akor upro tschekat mange astarav. Palo angleperiptscha ando Ungriko falinel mange te o uprevrischtschantschago le internacijonali organisacijendar sar keriptscha le nacijonali dschenendar. Ham afka hi, hot khetanlikeripe upre but thana del, taj jekoschne politikertscha ande konkreti periptscha mindschart aktivi ule, andi erschti rik i Viktória Mohácsi taj o Ernö Kallai. Taj o Ungrike harengere pumaro nischta keripe akan irinde. Taj so hi: Ada tafka tschak pedar o granici sa hi. Adaj andi Austrija na del asavo. Use amende na on o tschulipengere tschatschiptscha ando phutschajipe terdscharde. Na dschangan nisaj populistscha o mirne resintements, na khelel niko loke le pradime gondoha. Niko na kamla le avrethemeskeren ari te tschidel vaj terdscharel utsche krisiskere tschatschiptscha ando phutschajipe. Use amende upri phuv le manuschengere tschatschiptschendar terde angle pisinde tschatschiptscha sik taj sa ande likerde taj prik bescharde on, nisaj phutschajipeha, afka, sar amen sa amare teldiptscha sik taj sa tel das. Use amende oda sa normali hi. Use amende smirom hi. Soske akor mri briga bartschol? Soske me man phutschav, so meg pekal, kaj papal i cajt sar ando 1920engere berscha hi?
Jek pajtaschi, saveha pedar vakertschom, jek citat le Cicerostar mange bitschatscha, savo ov valakaj ando internet lakla. Afka dschal: "O latscho nipo valasar lineder hi; on na diken upro kesdipe le ertschavipestar; taj on erscht urtschan, kada schpot hi; taj afka on, kaj poloke le hi taj line, kada lengero smirom kamna hot bajder len te ol taj lengero mirnipe, akor so duj nascharen." Kedveschne genaschkiji, kedveschne genaschtscha, tumen schaj mirne on. Me nikaske na kama "valaso mit te del". Me man hojt tschak phutschav.

Tumaro Emmerich Gärtner-Horvath
le dschenenge andar dROMa

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