Facts & Figures (596)

September 5th, 2026  |  Published in Facts & Figures, Wissenschaft

Die iberischen Roma (in Spa­ni­en bzw. Por­tu­gal) wei­sen eine über zehn­mal grö­ße­re ge­ne­ti­sche Viel­falt auf als die sons­ti­ge Be­völ­ke­rung.

(Quelle)

Romani Ora (26., 27., 28., 31.8. & 1.9.2026)

September 4th, 2026  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 26.8.2026 (mp3)

Das Herbstprogramm der Roma-Volkshochschule in Ober­wart (Website) bietet auch dieses Semester abwechs­lungs­reiche und infor­mative Highlights. Von Sprach­kursen über Lesungen bis hin zu Gesprächs­abenden haben Interes­sierte die Mög­lichkeit, die Sprache und Kultur der Roma zu erleben. Aus­führli­cher berichtet darüber Horst Horvath in der „Romani Ora“ .


Anhören: →Sendung vom 27.8.2026 (mp3)

Das traditionelle Sommerlager der römisch-katho­lischen Pfarre Unterwart bot auch heuer wieder ein unter­haltsames Ferien­pro­gramm für Kinder und Jugend­liche. Neben Spiel, Spaß und gemein­samen Aktivitäten stand dieses Mal ins­beson­dere die Welt der Medien im Mittelpunkt. Die Jugend­lichen waren auch zu Besuch bei uns im Radio-MORA-Studio. Die Nach­wuchs­repor­terin­nen und -reporter durften echte Radioluft schnup­pern. Am Mikro­phon: Susanne Horvath.


Anhören: →Sendung vom 28.8.2026 (mp3)

Ende Juli brachte die Offene Jugendarbeit einen coolen Surf-Simulator ins Freibad Oberwart. Kinder und Jugend­liche haben sich aufs Brett gewagt und aus­probiert, wie lange sie die Balance halten können. Tina Nardai war vor Ort und berich­tet. Durch die Sen­dung führt Susanne Horvath.


Anhören: →Sendung vom 31.8.2026 (mp3)

Direkt aus unserem Radio-MORA-Studio im Volksgruppenhaus in Oberwart ent­führt Sie Tina Nardai wieder in die fas­zinie­rende Klang­welt der Roma-Musik. Ob traditionelle Klänge aus dem Burgenland, mit­reißende Rhythmen unserer Nach­bar­länder oder tem­pe­ra­ment­volle Einflüsse aus Spanien – es erwartet Sie eine musi­kalische Reise voller Vielfalt, Leiden­schaft und Emo­tionen.


Anhören: →Sendung vom 1.9.2026 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ mit Tina Nardai hören Sie ein Interview mit Martin Horvath. Er ist Mit­glied des Volks­gruppen­beirates der Roma und berich­tet über die Fertig­stellung eines Leitfadens für Gemeinden im Umgang mit durch­reisenden Gruppen (mehr hier).
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Was ist das eigentlich – Antiziganismus?

September 2nd, 2026  |  Published in Film & Theater, Jugend & Bildung, Rassismus & Menschenrechte

Science Slam in Marburg: Antiziganismus – Anna-Sophie Schönfelder

Was ist das eigentlich – Antiziganismus? Was hat das mit uns zu tun? Und was mit unse­rer Geschichte? Um das an­schau­lich zu machen, holt sich die Politik­wissen­schaft­lerin Anna-Sophie Schön­felder (Website) Unter­stützung von zwei­deuti­gen Brillen, aus­ge­schnit­tenen Denk­blasen und Fantasie­wesen im Ein­weck­glas.

Den Science-Slam-Beitrag über ihre Forschung im Sonder­for­schungs­bereich „Dynami­ken der Sicherheit“ hat sie am 5. Juli 2025 im Herder-Ins­titut in Marburg ge­halten. Jetzt gibt es ihn auch als Film. Der Sonder­for­schungs­bereich „Dyna­miken der Sicher­heit“ ist ein trans­regio­nales Ko­opera­tions­projekt der Philipps-Uni­versi­tät Marburg, des Herder-Insti­tuts für histo­rische Ost­mittel­europa­for­schung Marburg und der Justus-Liebig-Uni­ver­sität Gießen: www.uni-marburg.de/de/sfb138

Infos zum Thema Antiziganismus und Film gibt es beim Critical Film & Image Hub an der For­schungs­stelle Anti­ziganis­mus in Heidel­berg.

Über die Autorin:
Anna-Sophie Schönfelder ist politische Theoretikerin und promo­viert an der Justus-Liebig-Uni­versität Gießen zum Zusammen­hang zwi­schen deutschem Arbeits­ethos und Anti­ziganismus. Read the rest of this entry »

Halle: Sinti-Mau­so­le­um vor Verfall bewahrt

August 31st, 2026  |  Published in Geschichte & Gedenken

Deutschland: Das Mausoleum in Osendorf wird saniert (Foto: Radio Corax)Nach Sanierung: Sinti-Mau­so­le­um in Halle-Osen­dorf wurde feier­lich ein­ge­weiht

Am Sonntag, 23. August 2026, wurde in Halle-Osendorf (Deutschland) das Mau­so­leum Josef Weinlichs feierlich eingeweiht. Nach um­fas­sender Sanie­rung erinnert das Bau­denkmal an die Kultur der Sinti und Roma, die wäh­rend der natio­nal­sozia­listi­schen Diktatur fast voll­stän­dig aus Halle ver­schwand.

Für die nationale Minderheit spricht der Vor­sitzende des Zentral­rats Deut­scher Sinti und Roma, Romani Rose: „Das Mausoleum erinnert an die lange Geschichte der Sinti in Deutschland und macht deut­lich, dass Sinti mit ihrer 600-jäh­rigen deut­schen Geschichte selbst­ver­ständ­licher Teil dieses Landes sind, das ihre Heimat ist. Ich danke Bund, Land und der Stadt Halle für die Sanierung, die aus­drückt, dass dieses Land auch durch Bau­denk­male an die lange Geschichte der Min­der­heit erinnert.“

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Digitale Quellenedition zum NS-Völkermord

August 29th, 2026  |  Published in Einrichtungen, Geschichte & Gedenken, Internet & Blogothek, Wissenschaft

Sammlung der Forschungsstelle Antiziganismus: Staatsministerin für Kultur und Medien, Claudia Roth, und Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Theresia Bauer, besichtigen Exponate der Sammlung, Juli 2022 (Foto: Forschungsstelle Antiziganismus)Forschungsstelle Antiziganismus ediert Quellen zum NS-Völ­ker­mord an den Sinti und Roma in Europa. Die Arbeiten zum neun­jäh­ri­gen Pro­jekt wur­den zu Jahres­beginn auf­­ge­­nommen.

Eine groß angelegte digitale Edition führt Quellen zum national­sozialis­tischen Völkermord an den Sinti und Roma in Europa zusam­men und macht sie für Forschung und Öffent­lich­keit zugäng­lich. Publi­ziert werden sollen rund 1.200 Doku­mente – Schrift­stücke aus dem Ver­waltungs- und Ver­folgungs­apparat, ergänzt um Quellen aus der Per­spektive der Opfer. Angesiedelt ist das von der Deutschen Forschungs­gemeinschaft geförderte Projekt an der Forschungs­stelle Anti­ziganis­mus der Univer­sität Heidelberg. Für die Gesamt­laufzeit von neun Jahren stehen Förder­mittel in Höhe von rund 4,5 Millionen Euro zur Verfügung. Das Vorhaben basiert maßgeblich auf der digitalen „Enzyklopädie des NS-Völker­mordes an den Sinti und Roma in Europa“, die seit Juli 2020 eben­falls an der For­schungs­stelle entsteht.

„Der NS-Völkermord an den Sinti und Roma wurde nicht nur gesell­schaft­lich und politisch jahrzehnte­lang ignoriert, sondern auch in der Forschung kaum beachtet“, erläutert die Histori­kerin Dr. Karola Fings, wissen­schaftliche Leiterin der beiden Projekte. Ziel ist es, mit der „Edition zum NS-Völkermord an den Sinti und Roma in Europa“ alle Ver­folgungs­prozesse von der rassistischen Stig­matise­rung bis hin zum Mord in den Vernichtungs­lagern ab­zu­bilden. Read the rest of this entry »

„Djelem Djelem Festival 2026“ in Dortmund

August 27th, 2026  |  Published in Veranstaltungen & Ausstellungen

Djelem Djelem 2026: das größte Roma-Kulturfestival in Deutschland Vom 28. August bis zum 27. September 2026 findet in Dortmund das 13. „Djelem Djelem Kunst- und Kul­tur­fes­ti­val“ statt

Mit Musik, Theater, Film, Kunst, Bildungsveranstaltungen, Diskussionen und Begegnung bringt das Festival auch in diesem Jahr ein viel­fältiges Pro­gramm an unter­schied­lichen Orten in Dortmund zusam­men. Orga­nisiert wird das Festival unter ande­rem von Romano Than e.V., Roma Center e.V. und der Stadt Dortmund. Das Festival schafft Räume für kultu­relle Begeg­nung, Austausch und gesell­schaft­liche Debatten und macht die Vielfalt der Roma- und Sinti-Com­munitys sichtbar. Das Roma Center ist in diesem Jahr mit mehreren Ver­anstal­tun­gen im Pro­gramm ver­treten.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Alle sind herzlich willkommen! Eine Anmel­dung ist nicht erfor­derlich, sofern bei der jewei­ligen Ver­anstal­tung nichts anderes an­gege­ben ist. Das Gesamt­pro­gramm des „Djelem Djelem Festivals“: → Download (pdf)

Das Programm:

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Facts & Figures (595)

August 26th, 2026  |  Published in Facts & Figures, Frauenrechte, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Haarproben von Müttern in slo­wa­ki­schen Roma-Sied­lun­gen wei­sen – in­fol­ge ihrer Le­bens­um­stän­de – dop­pelt so viel Cor­ti­sol (ein Stresshormon) auf als die an­de­rer Müt­ter.

(Quelle/pdf)

Angriff in Ungarn: „Ihr werdet sterben!“

August 25th, 2026  |  Published in Rassismus & Menschenrechte

RAN: Rechtsextreme überfallen Roma-Fa­milie in Ungarn. Kei­­­ne Er­­mitt­­lun­­­gen we­gen Mord­ver­­­suchs.

Roma Antidiscrimination Network/RAN: In dem ungarischen Ort Cegléd (Anm.: Ko­mitat Pest) wurde Ende April eine Roma-Familie von Rechts­extre­men überfallen. Die ver­mumm­ten An­greifer schlu­gen das Fenster der Haustür ein und warfen einen Molotow-Cock­tail in das Haus der Familie, in dem meh­rere kleine Kinder und ein Säugling schliefen. Während sie ins Haus eindrangen, riefen die Täter: „Jetzt werdet ihr sterben!“ Sie be­gannen sofort, auf den Vater der Familie ein­zu­schlagen und verletzten ihn dabei mit einer Machete. Der Vater verlor ein Stück seines Fingers. Ihm gelang es dennoch, das ent­stan­dene Feuer zu löschen. Obwohl sie maskiert waren, er­kannte die Familie die An­greifer sofort. Sie leben in der Nach­bar­schaft. Die Mutter der Familie sagte gegen­über Medien, sie kenne den Angreifer seit 20 Jahren. Sie war über­zeugt: Die Männer würden sie alle töten.

Die Polizei fand in der Wohnung der Angreifer diverse Waffen: Pistolen, Gewehre, ein Maschi­nen­gewehr, fast 150 Schuss Munition und meh­rere Dutzend Waffen­teile sowie einen Schlag­ring, in den ein Hakenkreuz geritzt ist. Bei den An­greifern soll es sich um einen 59-jäh­rigen Mann und seinen 16-jäh­rigen Sohn ge­handelt haben. Die mutmaßlichen Täter sollen einer rechts­extremen Gruppie­rung namens „Friedens­wächter“ an­ge­hören. Ansche­nend sind sie nach wie vor auf freiem Fuß. Ein Medien­portal schreibt lediglich, es würden voraus­sicht­lich Kontakt- bzw. An­nähe­rungs­verbote gegen die Täter verhängt. Die an­ge­grif­fene Familie lebt seither in Angst und traut sich kaum noch aus dem Haus.

Es war nicht der erste Angriff auf die Familie. Bereits tags­über hatte der 59-Jährige die Mutter an­gegrif­fen: Er hatte sie aus ihrem Haus gezerrt. Als jedoch ihr Partner nach Hause ge­kommen ist, war es ihm ge­lungen, den Angreifer zu ver­treiben.

Hintergrund für den versuchten Mord an einer gesam­ten Familie, ein­schließ­lich meh­rerer Kinder, war laut Medien­berichten, dass die Kinder zuvor kleine Bäume aus dem Wald des mut­maß­lichen Täters ge­fällt hätten, um ein Fußball­tor zu bauen.

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Romani Ora (20.8., 21.8., 24.8. & 25.8.2026)

August 25th, 2026  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 20.8.2026 (mp3)

Musik, Sprache und Kultur – das Burgenland ist vielfältig. Genau diese Vielfalt stand vor kurzem bei einem beson­deren Abend in Nebersdorf im Bezirk Oberpullendorf im Mittel­punkt. Radio MORA, das „Mehr­spra­chige Offene Radio“, lud erst­mals zur „Musik der Vielfalt“ ins Zelt der Kultur­initiative Circus­glück. Auf der Bühne: Koprive, Mira Perusich, Max Prenner und die Leon Berger Band. Gesun­gen und musiziert wurde in unter­schied­lichen Sprachen – und damit wurde die kulturelle Vielfalt der burgen­ländi­schen Volks­gruppen nicht nur hörbar, sondern auch live erlebbar.


Anhören: →Sendung vom 21.8.2026 (mp3)

In dieser Ausgabe von „Romani Ora“ hören Sie einen Beitrag über das Jugenwort 2026. Die Jugend­sprache ist seit jeher ein direktes Fenster in die Gedanken- und Gefühlswelt junger Menschen. Wer versteht, warum ein Begriff viral geht, ver­steht auch etwas über die Generation, die ihn benutzt. Am Mikro­phon Susanne Horvath.


Anhören: →Sendung vom 24.8.2026 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag auf Radio MORA wird Ihnen aus dem Volks­gruppen­haus in Oberwart prä­sentiert. Genießen Sie die ab­wechs­lungs­reichste Roma-Musik im Mix mit den zwei­sprachi­gen Volks­gruppen­nachrichten auf Deutsch und Burgenland-Romani.


Anhören: →Sendung vom 25.8.2026 (mp3)

Das internationale Kunstsymposium des Vereins „eu-art-network“ ging bereits in seine 26. Runde – und hat heuer in Stadtschlaining eine neue Heimat gefunden. Unter dem Motto „Ver­änderung“ arbei­teten 22 Künst­lerinnen und Künstler aus neun verschiedenen Nationen intensiv zusam­men. Mehr darüber erfahren Sie in unse­rem Tages­thema. Durch die Sen­dung führt Susanne Horvath.

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Geschichte der Sinti und Roma in Leipzig

August 24th, 2026  |  Published in Geschichte & Gedenken, Interview, Radio, Podcast & TV

Radio Blau LeipzigGespräch mit dem Historiker Daniel Weißbrodt

Radio Blau – Freies Radio für Leipzig

Sendung vom 31.7.2026, 22:51 Min. [CC-BY-NC-SA]

→Anhören (mp3)

Gespräch mit dem Autor und Historiker Daniel Weißbrodt (Website), Projekt­mit­arbeiter im Leip­zi­ger Verein Romano Sumnal (Website), über die Geschichte der Sinti und Roma in Leipzig und Sachsen, an­läss­lich auch des Inter­natio­na­len Tags des Gedenkens an den Genozid an Sinti und Roma am 2. August.

(Sendung und Text: Radio Blau)

Papusza / Bronisława Wajs: Tears of Blood

August 23rd, 2026  |  Published in Literatur & Bücher

Buchcover: Tears of Blood (Brill/Schöningh, 2024)Papusza / Bronisława Wajs: Tears of Blood. A Poet’s Witness Account of the Nazi Genocide of Roma. Edi­ted by Volha Bartash, Tomasz Kamusella, Viktor Shapoval (= Roma History and Culture, Vol. 4), Brill/Schöningh: Paderborn 2024.

→Open Access (pdf) [CC-BY-NC-ND 4.0]

Ratfale Jasfa (Romani: „Tränen aus Blut“) ist ein Gedicht der Roma-Dich­te­rin Papusza (Bronisława Wajs), die die deut­sche Besatzung und den Zwei­ten Weltkrieg in Wolhynien, heute Teil der Ukraine, über­lebte. Es ist zu­gleich eines der frühes­ten be­kann­ten Zeug­nisse einer Über­lebenden des Roma-Völker­mords und einer Ro­ma-Frau. Dieses Buch stellt das kürz­lich wieder­ent­deckte Manu­skript vor, das viermal so lang ist wie der bisher be­kannte Text. Der Band enthält eine Trans­kription des Gedichts auf Romani, eine Über­setzung ins Englische, umfang­reiche histo­risch-phi­lolo­gische Kom­men­tare sowie eigen­stän­dige Kapitel über die Dichterin, das Manuskript und den histo­ri­schen Kontext.

Ratfale Jasfa (Romani: ‘Tears of Blood’) is a poem by the Romani poet Papusza (Bronis­ława Wajs) who sur­vived the German occu­pation and the Second World War in Volhynia, cur­rently Ukraine. It is also one of the earliest known testi­monies by a Romani geno­cide survivor and a Romani woman. This book intro­duces the recently re-dis­covered manu­script which is four times longer than the pre­viously known text. The volume in­cludes a transcript of the poem in Romani, a translation into English, exten­sive histori­cal-philo­logi­cal commen­taries, along­side stand-alone chapters on the poet, manuscript and the historical context.

(Verlagsinfo)

Grundlagenkonzept für Wahrheitskommission

August 22nd, 2026  |  Published in Geschichte & Gedenken, Literatur & Bücher, Politik, Rassismus & Menschenrechte

Aufarbeitung des an-Sinti und Roma begangenen Unrechts in der Bundesrepublik Deutschland – Buchcover Springer VSMarc Buggeln, Sebastian Lotto-Kusche: Aufarbeitung des an Sinti und Roma begangenen Unrechts in der Bundesrepublik Deutschland. Grundlagenkonzept für eine Wahrheitskommission, Springer VS: Wiesbaden 2024.

Marc Buggeln und Sebastian Lotto-Kusche legen mit dieser Publika­tion ein Grund­lagen­konzept zur Wahrheit über das began­gene Unrecht an den Sinti_ze und Rom_nja in der Bundes­republik Deutschland und der DDR vor. Zunächst fassen die Autoren den Er­kenntnis- und For­schungs­stand zur Geschichte von Sinti_ze und Rom_nja nach 1945 in beiden deutschen Staaten zu­sam­men. Daraus ab­geleitet wird der Forschungs­bedarf und mögliche Frage­stellungen der ein­zu­richtenden Wahrheits­kommis­sion zur Auf­arbeitung des an Sinti_ze und Rom_nja began­genen Unrechts (WASRU). Da Wahrheits- und Ver­söhnungs­kommis­sionen in Deutschland bislang keine Tradition haben und meist im un­mittel­baren Übergangs­bereich von Diktaturen und Apartheids­regimen hin zu Demokratien ge­gründet wurden, werten die Autoren die Erfah­rungen dieser Kommis­sionen in unter­schiedli­chen Staaten weltweit aus. (Verlagsankündigung)

Dr. Marc Buggeln ist Universitätsprofessor für regionale Zeitgeschichte und Public History an der Europa-Uni­ver­sität Flensburg und Direktor der For­schungs­stelle für regionale Zeit­geschichte und Public History.

Dr. Sebastian Lotto-Kusche ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Postdoc an der For­schungs­stelle für regionale Zeit­geschichte und Public History der Europa-Uni­versi­tät Flensburg.

Siehe auch:
Deutschland beschließt Aufarbeitungskommission, 13.7.2026

Im Kampf um eine gesellschaftliche Identität

August 21st, 2026  |  Published in Geschichte & Gedenken, Hochschulschriften, Medien & Presse, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Sebastian Sauer (2025): Im Kampf um eine gesell­schaft­liche Identität. Die Erinnerung an das Rohr­bomben­attentat von Oberwart 1995 in der österrei­chi­schen Medien­land­schaft zwischen 2000 und 2020

Masterarbeit, Universität Wien (Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät), 154 S.

→Zum Download der UB Wien (pdf)

Abstract (Link):

Der Rohrbombenanschlag von Oberwart 1995 stellt eine Zäsur für die öster­rei­chi­schen Roma und Österreich im Gesam­ten dar. Die vor­liegende Arbeit unter­sucht, wie der Anschlag zwischen 2000 und 2020 in der öster­reichi­schen Medien­land­schaft erinnert wurde. Hierzu werden die vier Print­medien Kronen Zeitung, Kurier, Der Standard und Die Presse unter­sucht. Audio­visuelle Medien finden durch Ein­bindung des ORFs in die Unter­suchung Berück­sichti­gung. Basie­rend auf der Nach­richten­wert­theorie unter­sucht eine erste quanti­tative Analyse, welcher Stellen­wert der Anschlags­erinne­rung über die Jahre von der österrei­chi­schen Presse zu­gewiesen wurde. Die an­schlie­ßende qualitative Analyse ver­sucht, durch die Ein­ordnung in ein Kategorien­system domi­nante Inhalte der Bericht­erstattung und mög­liche Ent­wicklun­gen zu identi­fizieren. An­schlie­ßend werden aus der Bericht­erstattung heraus­ste­chende Thema­tiken und Artikel, die durch besonders hohes Maß von gesell­schaftli­chem Interesse ge­prägt sind, näher diskutiert. Durch dieses Vor­gehen soll die Anschlags­erinne­rung im kultu­rellen Ge­dächtnis verortet werden und ihre Rolle in der Kon­struktion einer österrei­chischen Identität be­urteilt werden können. Read the rest of this entry »

Romani Ora (14.8., 17.8., 18.8. & 19.8.2026)

August 20th, 2026  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 14.8.2026 (mp3)

Ein sparsamer Umgang mit unserem Trink­wasser ist auf­grund der aktuellen Hitzewelle und Trocken­heit sehr wichtig. Im Tages­beitrag dieser „Romani Ora“ nimmt sich Ferial­prakti­kantin Leonie genau dieses Themas an. Außer­dem hören Sie die Ver­anstal­tungs­hinweise und die ab­wechs­lungs­reichste Roma-Musik. Die Sendung wird mode­riert von Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 17.8.2026 (mp3)

In der „Romani Ora“ nehmen wir Sie mit auf eine musika­lische Reise voller aus­drucks­starker Roma-Klänge – von mit­reißenden Rhythmen bis hin zu berüh­renden Melodien. Dazu gibt es wie gewohnt unsere zwei­sprachigen Volks­gruppen­nachrich­ten auf Deutsch und Romanes mit allen wichti­gen Berichten und regionalen News.


Anhören: →Sendung vom 18.8.2026 (mp3)

In dieser Ausgabe der „Romani Ora“ hören Sie einen Beitrag über die Stocksport-Jugend-EM, die in Oberwart statt­gefunden hat. 60 Athletin­nen und Athleten aus sechs Nationen gingen an den Start: Neben Gast­geber Österreich sind Deutsch­land, Italien und Frankreich ver­treten. Für inter­natio­nales Flair sorgten zudem die Gast­nationen Kanada und Indien, die erst­mals an einer Nach­wuchs-EM auf Sommer­belag teil­nahmen. Am Mikro­phon: Susanne Horvath.


Anhören: →Sendung vom 19.8.2026 (mp3)

In der „Romani Ora“ berichten wir über das „Picture On“-Festival 2026 aus dem Grenzdorf Bildein. Außer­dem infor­mieren wir Sie in den zwei­spra­chigen Volks­gruppen­nachrichten über Aktuelles aus der Roma-Com­munity Durch die Sendung beglei­tet Sie aus dem Volks­gruppen­haus in Oberwart Tina Nardai.

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Facts & Figures (594)

August 18th, 2026  |  Published in Einrichtungen, Facts & Figures, Romani, Wissenschaft

Seit 2021 werden ein­zel­ne Vor­trags­sek­tio­nen der in­ter­na­tio­na­len wis­sen­schaft­li­chen Ta­gun­gen der Gypsy Lore Society aus­schließ­lich auf Ro­ma­ni ab­ge­hal­ten.

(Quelle)

Romani women’s political participation (2025)

August 17th, 2026  |  Published in Frauenrechte, Hochschulschriften, Politik, Rassismus & Menschenrechte, Wissenschaft

Karl-Franzens-Universität GrazSophia Schönthaler (2025): Understanding political opportunities: Romani women’s political participation in Croatia, Italy and Sweden

Dissertation / Doctoral thesis, Karl-Fran­zens-Uni­ver­­si­tät Graz (Centre for Southeast European Studies), 257 S.

→Download der UB Graz (pdf)

Abstract (Link):

Diese Dissertation untersucht, wie sich sich über­schnei­dende Faktoren auf Makro-, Meso- und Indi­vidual­ebene auf die politische Parti­zipa­tion von Romnja in Kroatien, Italien und Schweden aus­wirken. Durch ein explo­ratives Mehrfall­studien­design geht die Forschung über die Analyse des formalen rechtlichen Zugangs hinaus und unter­sucht, wie histo­rische Aus­grenzung, institu­tiona­lisier­ter Antiziganismus, ge­schlechts­spezifi­sche Macht­verhältn­isse und persön­liche Handlungs­macht mit­einander inter­agieren, um politische Teilhabe zu ermög­lichen oder zu erschwe­ren. Geleitet von einer über­geord­neten For­schungs­frage und vier mit­einander ver­knüpften Unter­fragen unters­ucht die Studie: (1) inwie­weit politische und rechtliche Systeme für die Partizipation von Romnja offen oder geschlos­sen sind; (2) die Verfüg­barkeit, Zugäng­lichkeit und Wahrn­ehmung formaler Beteiligungs­mecha­nismen; (3) die Faktoren, die die politische Beteiligung be­ein­flussen; sowie (4) die Strate­gien, mit denen Romnja ihre Stimmen im politischen Raum geltend machen. Empirisch stützt sich die Disser­tation auf ein qualitatives, multi­methodisches Design, das Do­kumen­ten­analysen mit 31 halb­struktur­ierten Experten­interviews kom­biniert, die in den drei nationalen Kontexten durchgeführt wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass politische Parti­zipation nicht einfach eine Frage formaler Rechte ist, sondern in mehrstufige Konstel­lationen von Ausg­renzung und Widerstand ein­gebettet ist. Während rechtliche Rahmen­bedin­gungen auf dem Papier Mög­lich­keiten bieten, bleiben diese in der Praxis häufig un­erfüllt. In allen drei Ländern bewegen sich Romnja in hybriden politi­schen Systemen – weder voll­ständig offen noch völlig geschlos­sen –, in denen formale Inklusion mit an­halten­den infor­mellen Hürden koexistiert. Politische Handlungs­macht entsteht dabei häufig außer­halb formeller Arenen, etwa durch Basis­arbeit, kommunale Orga­nisatio­nen und informelle Interes­sen­vertretung. Theoretis­ch trägt diese Disserta­tion zur Neu­bewertung der Theorie der politischen Gele­genheits­struk­turen aus einer inter­sektionalen Per­spektive bei. Sie zeigt, wie sich Rassismus, Geschlecht und strukturelle Ungleichheiten über­schneiden und das politische Leben von Frauen mit Min­derheiten­hinter­grund prägen. Read the rest of this entry »

Romani Ora (10., 11., 12. und 13.8.2026)

August 14th, 2026  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORAAnhören: →Sendung vom 10.8.2026 (mp3)

Der „Romani Ora“-Musikmontag – eine Stunde, voll bespickt mit der ab­wechs­lungs­reichsten und tem­pera­ment­vollsten Roma-Musik aus aller Herren Länder – wird Ihnen von Tina Nardai aus dem Volks­gruppen­haus in Oberwart auf Radio MORA prä­sentiert.


Anhören: →Sendung vom 11.8.2026 (mp3)

Bereits zum zweiten Mal lud das Bundes­minis­terium für Inneres anläss­lich des inter­nationalen Gedenk­tages für die Holocaust­opfer der Roma und Sinti wäh­rend des National­sozialismus zu einer Gedenk­feier nach Lackenbach. Radio MORA berich­tet darüber in dieser Aus­gabe der „Romani Ora“.


Anhören: →Sendung vom 12.8.2026 (mp3)

Im Tagesbeitrag dieser „Romani Ora“ nehmen wir Sie mit auf eine Gemüse­exkursion der ÖBV; der Öster­reichi­schen Berg- und Kleinbauern­vereini­gung, die im Süd­burgenland abge­halten wurde. Außer­dem ver­sorgen wir Sie mit den zwei­sprachigen Volks­gruppen­nachrich­ten. Aus dem Volks­gruppen­haus in Oberwart be­grüßt Sie Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 13.8.2026 (mp3)

Bereits zum 30. Mal fand heuer die traditionelle Wallfahrt der Roma nach Mariazell statt. Eine Pilger­gruppe aus dem Burgenland und eine weitere aus Wien feierten gemein­sam den Gottes­dienst. Radio MORA berichtet.

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Facts & Figures (593)

August 10th, 2026  |  Published in Facts & Figures, Geschichte & Gedenken, Religion

Einer eso­te­ri­sch-religiösen Theo­rie zu­folge han­delt es sich bei den Roma um die Nach­fah­ren ei­nes der ver­lo­re­nen Stäm­­me Is­ra­els (Si­meon).

(Quelle)

Thü­ringen: Anti­ziga­nis­mus-Be­auf­trag­ter gefordert

August 8th, 2026  |  Published in Einrichtungen, Politik

Thüringen (Bild: Wikipedia/TUBS)Zentralrat fordert Wieder­ein­set­zung ei­nes Anti­ziga­nis­mus-Be­auf­trag­ten in Thü­ringen

Der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, und die Thüringer Finanz­minis­terin und stell­ver­tre­tende Minister­prä­siden­tin Katja Wolf (BSW) sind in Heidelberg zu einem Gespräch über die Wieder­ein­setzung eines eigen­stän­digen Anti­zi­ga­nis­mus­beauf­trag­ten des Landes Thüringen zu­sammen­ge­kommen. Die zuvor beste­hende Funktion war ab­ge­schafft und mit anderen Zu­ständig­keiten – unter ande­rem im Bereich Mig­ration – zu­sammen­gelegt wor­den. Romani Rose setzt sich angesichts des zunehmen­den Anti­ziganis­mus und des Aufstiegs rechts­extremer Parteien nach­drücklich dafür ein, diese Funktion wieder eigen­ständig ein­zu­richten. Die Zu­ordnung der deutschen Sinti und Roma zu Zu­wande­rungs­gruppen und Migranten trägt gerade in einer Zeit, in der demo­kratie­feind­liche Par­teien erstarken, zu ihrer Stigma­tisie­rung bei: „Als nationale Minder­heit leben Sinti und Roma seit Jahr­hunder­ten in Deutschland. Sie mit Zuwan­derungs- und Mig­rations­fragen zu ver­mengen, verkennt ihre Geschichte und befördert ihre Stig­mati­sierung. Gerade in einer Zeit, in der der Anti­ziganismus offen zu­nimmt und demo­kratie­feindliche Kräfte er­starken, brauchen wir eine klare und sichtbare Ver­antwor­tung des Landes.“

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Romani Ora (5.8, 6.8. und 7.8.2026)

August 7th, 2026  |  Published in Radijo Romani Ora

Romani Ora auf Radio MORA Anhören: →Sendung vom 5.8.2026 (mp3)

Mit „Princess Horse“ hat sich die Oberwar­terin Sonja Schlaffer einen Traum erfüllt. Sie orga­nisiert in Hurghada/ Ägypten Pferde­touren am Roten Meer. Mehr über ihren Lebens­traum er­zählt sie im Tages­beitrag der „Romani Ora“. Außer­dem hören Sie die Volk­gruppen­nach­rich­ten in Deutsch und Burgenland-Romani.


Anhören: →Sendung vom 6.8.2026 (mp3)

Wolfgang Mayr ist Journalist aus Südtirol, Radio­macher bei Radio Agora (Sendereihe „Stand by plus Reset“) und enga­giert sich bei der Gesell­schaft für bedrohte Völker. In Oberwart hat er sich ein Bild vom neuen Volks­gruppen­haus ge­macht. Im Inter­view mit Susanne Horvath er­zählt er mehr über sich und seine Ein­drücke. Durch die Sen­dung be­gleitet Sie Tina Nardai.


Anhören: →Sendung vom 7.8.2026 (mp3)

Ferialpraktikantin Leonie berichtet in der heuti­gen „Romani Ora“ darüber, ob es für junge Men­schen sinnv­oller ist, einen Moped­führer­schein zu machen oder gleich auf das L17-Führer­schein­modell zu warten bzw. beides zu absol­vieren. Außer­dem ver­sorgt Sie Tina Nardai mit dem Ver­anstal­tungs­kalen­der und der ab­wechs­lungs­reichs­ten Musik.

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